Man muß einfach Priotitäten setzen…
13. Mai 2008…dachte sich ein Autofahrer in Australien.
Wir sehen so etwas wirklich als Problem an und heißen es gut, daß der Fahrer so hart bestraft wurde, kurios ist die Meldung allerdings trotzdem.
…dachte sich ein Autofahrer in Australien.
Wir sehen so etwas wirklich als Problem an und heißen es gut, daß der Fahrer so hart bestraft wurde, kurios ist die Meldung allerdings trotzdem.
Wo der Weißwurst-Äquator genau liegt, kann ich nicht sagen, aber eins ist eindeutig: Hessen ist nördlich davon… Wir befanden uns am Dienstag auf dem Paganfest in der Frankfurter Batschkapp. Zum Konzert werde ich noch an anderer Stelle berichten, hier geht es ja um Bier. Wir waren uns ja nicht so wirklich sicher, was uns erwartet, als wir auf der Karte “Hefeweizen” entdeckt haben, aber die zwei Schöfferhofer ließen alle Sorgen verblassen - und das obwohl dieses Bier nördlich des Weißwurst-Äquators gebraut wird. Aber, oh Schreck, was passiert da???
Schließlich standen wir mit zwei 0,5l Cola-Plastikbechern in der Menge und mußten das Bier daraus “genießen”… Nächstes Mal bringe ich eine weitere Begleitung mit ![]()
Auch bei uns wird der Tag des Bieres natürlich nicht vergessen. So war gestern mal wieder ein Besuch im Ettlinger Vogelbräu angesagt. Dort gibt es im Moment neben dem ganzjährigen Pils auch “Bayrisch Helles”. Meine Bestellung wäre beinahe schief gegangen: Ich habe ein Helles bestellt und bekam zur Antwort “1 Pils”. “Erm, nein, ein Helles” - “Ja, also Pils” - “Wie ihr habt kein Bayrisch Helles mehr?” - “Ja doch, aber Helles ist doch Pils…”
Die gute Dame wird das hier wohl nie lesen und ich sehe es ihr auch nach, aber “Helles” ist zwar stark verwandt mit dem Pils, braukunst-historisch jedoch eindeutig das ältere Bier und somit für mich absolut kein “Pils” ;). Und der hopfig, herbe Geschmack des Pils ist nun eindeutig anders.
Mal abgesehen davon, wenn man in Baden ein Helles bestellt, bekommt man normalerweise ein Weißbier oder (außerhalb Bayerns üblicher) ein helles Hefeweizen. Doch darauf müssen wir im Vogel leider noch bis Ende nächsten Monats warten…
Ein weiteres Bier reiht sich bei den Asiaten ein: San Miguel von den Philippinen. Das San Miguel Pale Pilsen gehört zu den meistverkauften Bieren auf der ganzen Welt, war für mich allerdings etwas geschmacksneutral, hatte aber einen interessanten Nachgeschmack. Die Braukunst wurde übrigens von einem Spanier nach Manila gebracht, der Konzern ist heute größter Lebensmittelhersteller in Südostasien.
Meine letzte Geschäftsreise führte mich nach Brüssel auf die CoolChain 2008.
Natürlich gehört es dann dazu das ortstypische Bier zu testen. Belgien ist allgemein für seine oft starken Biere bekannt. Getestet habe ich das Leffe Blond und Leffe Brune. Das Blonde (helle) Bier hat einen Alkoholgehalt von 6,6% und schmeckt recht süßlich. Den Alkohol merkt man beim trinken nicht. Da der Gehalt aber höher als bei den “normalen” deutschen Bieren ist, sollte man aufpassen mit wem man gerade Bier genießt
Mich hat das Bier recht durstig gemacht so dass ich nachts einiges an Wasser nachfüllen musste. Aber für einen schönen Abend lohnt sich dieses Bier am besten frisch gezapft vom Faß.
Das zweite Bier nennt sich Leffe Brune. Ein dunkles Bier mit 6,5%. Es ist nicht mit unseren Schwarzbieren zu vergleichen weil es nicht den typisch malzigen Geschmackt hat. Für mich persönlich wäre es ein Bier, dass ich als kleine Abwechslung zu einem Abend mit Leffe Blond einbauen würde. Dann aber nur ein Glas.
Die belgischen Biere sind einen Ausflug in unser Nachbarland wert, wobei ich doch gerne beim Weizenbier in Deutschland bleiben werde.
Wieder einmal standen asiatische Biere auf dem Prüfstand, darunter auch Gewinner von internationalen Preisen, doch dazu später mehr.
Begonnen haben wir mit Tsingtao, einer Marke aus China. Die Brauerei wurde 1903 von einem deutschen Siedler gegründet und gehört nach eigenen Angaben (Webseite mit Alterskontrolle!) zu den 10 größten Brauereien der Welt und das Exportprodukt Nummer 1 des gesamten Landes. Zu Beginn der Produktion (1906) konnte man einen Preis in München gewinnen und in den 80ern war man erfolgreich im amerikanischen Markt. Leider mussten wir feststellen, daß man scheinbar nicht so sehr auf Kohlensäure steht - der Hopfen scheint dagegen Hauptbestandteil des Bieres zu sein. Insgesamt war das Bier mit 4,7% Alkoholgehalt absolut nicht überzeugend.
Die indonesische Marke Bintang (”Stern”) befindet sich in guter Gesellschaft: sie gehört zu Heineken, wo unter anderem Biere wie Paulaner, Karlsberg UrPils, Hoepfner oder Amstel dazugehören. Auch hier kommt man auf der Webseite nur mit einer Altersangabe zu den weiteren Informationen - leider auf Indonesisch. Bei dem Pilsner war der Alkoholgehalt mit 4,8% nahe beim Vorgänger und auch hier kam die Kohlensäure wieder etwas zu kurz. Das Bier an sich war relativ geschmacksneutral, manche würden es auch als überaus mild bezeichnen.
Der letzte Kandidat - Chang (”Elefant”) kommt aus Thailand und ist nach eigenen Angaben dort die Topmarke mit über 50% Marktanteil. Besonders stolz ist man auf den Gewinn der “Gold Medal at the 1998 of the Australian International Beer Award”. Dieses Bier hatte mit 5,0% am meisten Alkohol, gesellte sich aber bei “wenig Kohlensäure” und “viel Hopfen” aber auch wieder perfekt zu den Vorgängern. Was uns etwas gewundert hat: eine Krone zu bilden war unmöglich - und das obwohl man das Bier nicht aus der Flasche trinken konnte… bei der Banderole können noch einige Brauerei vieles vom Rothaus Tannenzäpfle lernen.
Leider war nichts überzeugendes dabei, das Singha vom letzten mal war deutlich besser.
Am letzten Samstag des vergangenen Jahres haben wir uns mal wieder zum gemütlichen Playstation-Spielen getroffen. Die nächsten Kapitel von PoP T2T mussten erledigt werden.
Für einen solchen Tag braucht man natürlich auch genügend “Nahrung” . Und da wir beide die Erfüllung hier nicht in Form von Chips oder ähnlichen Knabberreien sehen, kommt bei uns zu solchen Tagen immer anständiges Bier auf den Tisch.
Da es ein paar Tage vorher eine Lieferung bayrischen Bieres gab, war natürlich klar, was verköstigt werden musste:
Gestartet wurde mit dem wohl überall bekannten (zumindest hier in südlichen Gefilden) Weißbier mit feiner Hefe aus der Erdinger Privatbrauerei. Ein leckeres Weißbier mit 5,3% Alkoholgehalt. Dieses Getränk lässt sich anständig und zügig trinken, da nicht zuviel Kohlensäure enthalten ist. Für unseren Geschmack nicht ganz optimal aber sicher immer einen Kasten wert.
Mit dem nächsten Bier bewegten wir uns dann schon in ganz anderen Geschmackserlebnissen. Hierbei handelte es sich um ein Weizen mit Hefe von der Th. Andorfer Weizenbierbrauerei Passau-Ries. Dieses Bier haben wir das erste Mal als Gschenk direkt aus Passau erhalten. Seitdem finden immer wieder Lieferungen in kleineren Mengen an uns statt. Mit seinem hohen Kohlensäureanteil und einer ordentlichen Menge Hefe trifft dieses edle Gebräu voll und ganz unseren Geschmack. Hier muss jedes Glas genossen werden. Es eignet sich somit nicht als einfacher Durstlöscher sondern muss bewusst geschmeckt werden. Hierfür wird natürlich auch das Spielen unterbrochen. Gut gekühlt, war es eine Freude gemeinsam anzustoßen und zu genießen.
Zum Abschluß gab es das beste Weissbier Münchens. Dieser Meinung eines Arbeitskollegen schließe ich mich gerne an. Ich spreche natürlich vom Augustiner Weissbier aus der ältesten Brauerei Münchens. Ein bernsteinfarbenes Bier mit 5,4%. Ein unserer Meinung nach mildes Bier von dem man gerne viel trinkt. Leider ist dieses Bier hier selten zu bekommen und von daher ist und bleibt jedes Glas etwas Besonderes.
Unser Favorit ist seit Jahren das Andorfer Weizen was sich auch an diesem Wochenende wieder bestätigt hat. Ein aus getränketechnischer Sicht wirklich gelungener Tag.
Der erste Test wird gleich mal richtig schwer. Zur Probe steht ein thailändisches Lagerbier - leider nur eine 0,33l Flasche. Die Brauerei besteht seit 1933 und hat neben Singha: Thai Lager Beer noch einiges anderes im Angebot, darunter ein mildes Lager mit 3,5% und ein “super strong beer” mit 6,4% Volumenprozent Alkoholgehalt. Das von mir gleich getestete hat laut Webseite 5,0% Alkohol und liegt damit etwas unter dem normalen Märzen (auch ein Lagerbier), ist (wahrscheinlich) aber deutlich milder als typisches Pils. Importiert wurde das Bier übrigens über die Niederlande und Inhaltsstoffe sind: natürlich Wasser, Malz und Hopfen…
*plopp*
Ok, wie erwartet: wenig Kohlensäure, geschmacklich ist es etwas lasch, aber nicht unbedingt schlecht. Mild ist es eindeutig, mir etwas zu mild… wie auch immer dann die Light-Version schmeckt. Nachgeschmack gibt es nach meinem Gefühl keinen, vielleicht ist es etwas zu kühl (allerdings wärmer als mein normales Haus- und Hofpils bzw. Weizen ;))
Was mir noch “witziges” am Etikett aufgefallen ist: alles ist komplett englisch, außer die Zutaten, die stehen nochmal gesondert auf Deutsch dabei; thailändisch seh ich gar nicht, dafür folgende Angabe: “33.0cl, 330ml, 0.330l, 11.2 fl. oz.”. Umrechnen fällt schwer, oder? Und der Alkoholgehalt laut Etikett liegt auch bei 6,0% - also fast ein “super strong beer”?
Wir starten hiermit einen erneuten Versuch einen Blog über Bier ins Leben zu rufen. Ausschlaggebend dafür war folgendes:
Beim spät-winterlichen Einkauf in einem Asialaden habe ich eine Flasche thailändisches Bier gratis erhalten: Singha. Die Brauerei besteht nach eigenen Angaben bereits seit 1933, ob das Bier qualitativ und geschmacklich aus dieser “Tradition” profitieren konnte, klären wir im nächsten Beitrag.
Ich hoffe, daß hier einige öfter Mal vorbeischauen und erzählen wie sie die verschiedensten Biersorten so erlebt haben. Einen lokalen Favouriten haben wir übrigens sowieso, auch der wird in Kürze genauer beschrieben.