Man muß ja nicht gleich den gesamten Regenwald retten wollen oder gar anfangen, Günther Jauch zu mögen. Aber Krombacher kennt wohl jedes Kind - die Werbung ist aus keiner Fußball- oder Formel1-Übertragung wegzudenken, in jedem Cinestar-Kino schwappen einem diese unglaublichen Bilder der unberüherten Natur entgegen - und vor einiger Zeit hat Krombacher ein Weizenbier auf den Markt gebracht, trüb… natürlich eben. Die Flasche mit dem vielen Orange macht erstmal etwas Sorge ob man nicht ein Bier+Limonaden-Getränk erstanden hat, aber leider ist das Bier nicht ganz so spritzig. Es hat zwar einen guten Kohlensäuregehalt - wie es sich für ein Weizen gehört - aber der fruchtige Geschmack hält nicht sehr lange vor. Mit 5,3% Alkohol ist es etwas über dem Durchschnitt, sehr angenehm ist dabei das leichte Prikeln nach dem Trinken. Besonders bemerkenswert find ich übrigens die formschöne 0,5l Longneckflasche. Das Krombacher ist also durchaus ein trinkbares Bier und reiht sich bei seine Artgenossen wie Schöfferhofer oder Hoepfner Weizen ein.
geschrieben am 30. Mai 2008 um 00:06 Uhr von Philip
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Hier möchte ich zwei Biere der Privatbrauerei Karl Hintz aus Marne beschreiben. Leider bin ich damit wieder an der Nordsee gelandet (von Kiel aus dürften das so 80-100km Entfernung sein), zu lokalem Bier kommen wir dann morgen.
Also zurück zu dem Dithmarscher Bier. Zur Auswahl stand erstmal das “Achtern Diek Landbier”, ein Pils zu dem ich leider keine weitere Infos auf Webseiten oder ähnliches gefunden habe. Dabei hat mich der Geschmack stark an das Rothaus Tannenzäpfle erinnert - nur etwas “holziger”. Vielleicht sollte man sich auch hier überlegen auf 0,33l Flaschen umzusteigen, das Bier hat echt Potenzial.
Eben als 0,33l Flasche (aber die kleine knubbelige) gibts das “Dithmarscher Urtyp”, ein schön herbes Lagerbier. Der Alkoholgehalt ist mir 4,9% im üblichen Rahmen, begeistert hat mich hierbei der bittere Nachgeschmack. Ein gutes Bier für Zwischendurch am rauhen Nordsee- (oder Ostsee-) Strand!
geschrieben am 29. Mai 2008 um 22:27 Uhr von Philip
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Ja, auch wir trinken manchmal “erfrischende” Biermixgetränke. Heute sollte es ein Beck’s Green Lemon sein. Nachdem Hoepfner in Süddeutschland mit einer ähnlichen Mischung als Hoepfner Grape so große Erfolge feiern konnte, wollte ich wissen, wie sich die norddeutschen Konkurrenz so machen. Im Geschmack ist das Becks recht ähnlich, aber etwas schwächer. Mit 2,5% Alkohol und der lemonigen Frische ist es ein typischer Vertreter der Mixgetränke - der Nachgeschmack ist jedoch etwas langwierig, das regt wohl dazu an, gleich noch ein paar zu trinken.
geschrieben am 29. Mai 2008 um 15:18 Uhr von Philip
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Vor einigen Tagen hab ich das helle Einbecker Ur-Bock probiert, ein typisches deutsches Bockbier. Es hat einen kräftigen Geschmack und ist in großeren Mengen sicherlich heimtückisch. Der Name “Ur-Bock” scheint übrigens zu stimmen: bereits Luther sagte über das Bier aus Einbeck 1521 folgendes: “Der beste Trank, den einer kennt, wird Einbecker Bier genennt.” Bier gebraut wurde zu dieser Zeit in Einbeck schon seit mindestens 150 Jahren. Anfang des 17. Jahrhunderts ging sogar ein Einbeck’scher Braumeister nach Bayern - dort wurde aus dem “Einpökisch Bier” über “Oanpock” später dann das allerorts bekannte Bockbier. Danke Einbeck!
geschrieben am 28. Mai 2008 um 21:15 Uhr von Philip
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…gehört japanisches Bier.
Normalerweise geht es hier ja ausschließlich um Bier, doch heute muß ich auch über das dazugehörige Essen berichten. Vorgestern war ich mit meiner Freundin Sushi essen. Passend zu der japanischen Delikatesse habe ich mir ein japanisches Bier bestellt: Kirin Ichiban. “Ichiban” heißt so viel wie “Nummer 1″ - Kirin Ichiban ist ein Premium Lagerbier. Für den europäischen Markt wird das Bier seit einigen Jahren in Großbritannien produziert. Im Gegensatz zu den meisten anderen asiatischen Bieren ist es aber weder durch zu wenig Kohlensäure noch einen laschen Geschmack aufgefallen.
Noch besser war jedoch das Sushi. Immerhin weiß ich jetzt den Unterschied zwischen Nigiri und Maki - denn diese beiden Arten befanden sich auf meiner Platte. Der absolute Hammer war jedoch Aal. Leider habe ich den Eintrag nicht auf der Online-Speisekarte gefunden, der genau Name wird noch nachgereicht - ein absoluter Leckerbissen!
Update: Der geräucherte Aal heißt “unagi”, leider gibts diese Speise nicht immer, also hoffen 
geschrieben am 28. Mai 2008 um 20:50 Uhr von Philip
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So kurz vor der EM darf natürlich ein Test von österreicherischem Bier nicht fehlen. An ein Original Stiegl bin ich übrigens durch einen Freund gekommen, der dort freiwillig im Kurz-Exil lebt. Die Grund war recht einfach: wann trinkt man denn in Deutschland noch (gutes) Dosenbier? Normalerweise gar nicht (Dosen sind auch ekelhaft :D)!
Hier haben wir aber eine Ausnahme gemacht. Die Ursprünge der Stiegl-Brauerei gehen bis ins Jahr 1492 (womöglich hatte Kolumbus ja eins dabei, Leif Eriksson hatte mit seinem Met aber sicherlich den geschmacklicheren Erfolg, erm zurück zum Bier… ;)) und heute ist man noch stolz darauf, weiterhin Privatbrauerei zu sein - die größte in ganz Österreich. Ganz oben auf dem Treppchen wird Österreichen bzw. deren Bier jedoch nicht stehen. Es ist mit seiner relativ hellen Farbe zwar relativ geschmackvoll - auch aus der Dose - bietet jedoch leider nichts wirklich besonderes… Das leicht hopfige Bier aus der Salzburger Privaterbrauerei ist also ein Allerweltspils.
geschrieben am 27. Mai 2008 um 16:40 Uhr von Philip
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…dachte sich ein Autofahrer in Australien.
Wir sehen so etwas wirklich als Problem an und heißen es gut, daß der Fahrer so hart bestraft wurde, kurios ist die Meldung allerdings trotzdem.
geschrieben am 13. Mai 2008 um 11:39 Uhr von Philip
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Wo der Weißwurst-Äquator genau liegt, kann ich nicht sagen, aber eins ist eindeutig: Hessen ist nördlich davon… Wir befanden uns am Dienstag auf dem Paganfest in der Frankfurter Batschkapp. Zum Konzert werde ich noch an anderer Stelle berichten, hier geht es ja um Bier. Wir waren uns ja nicht so wirklich sicher, was uns erwartet, als wir auf der Karte “Hefeweizen” entdeckt haben, aber die zwei Schöfferhofer ließen alle Sorgen verblassen - und das obwohl dieses Bier nördlich des Weißwurst-Äquators gebraut wird. Aber, oh Schreck, was passiert da???
Schließlich standen wir mit zwei 0,5l Cola-Plastikbechern in der Menge und mußten das Bier daraus “genießen”… Nächstes Mal bringe ich eine weitere Begleitung mit 
geschrieben am 24. April 2008 um 18:22 Uhr von Philip
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Auch bei uns wird der Tag des Bieres natürlich nicht vergessen. So war gestern mal wieder ein Besuch im Ettlinger Vogelbräu angesagt. Dort gibt es im Moment neben dem ganzjährigen Pils auch “Bayrisch Helles”. Meine Bestellung wäre beinahe schief gegangen: Ich habe ein Helles bestellt und bekam zur Antwort “1 Pils”. “Erm, nein, ein Helles” - “Ja, also Pils” - “Wie ihr habt kein Bayrisch Helles mehr?” - “Ja doch, aber Helles ist doch Pils…”
Die gute Dame wird das hier wohl nie lesen und ich sehe es ihr auch nach, aber “Helles” ist zwar stark verwandt mit dem Pils, braukunst-historisch jedoch eindeutig das ältere Bier und somit für mich absolut kein “Pils” ;). Und der hopfig, herbe Geschmack des Pils ist nun eindeutig anders.
Mal abgesehen davon, wenn man in Baden ein Helles bestellt, bekommt man normalerweise ein Weißbier oder (außerhalb Bayerns üblicher) ein helles Hefeweizen. Doch darauf müssen wir im Vogel leider noch bis Ende nächsten Monats warten…
geschrieben am 24. April 2008 um 18:09 Uhr von Philip
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Ein weiteres Bier reiht sich bei den Asiaten ein: San Miguel von den Philippinen. Das San Miguel Pale Pilsen gehört zu den meistverkauften Bieren auf der ganzen Welt, war für mich allerdings etwas geschmacksneutral, hatte aber einen interessanten Nachgeschmack. Die Braukunst wurde übrigens von einem Spanier nach Manila gebracht, der Konzern ist heute größter Lebensmittelhersteller in Südostasien.
geschrieben am 18. Februar 2008 um 00:01 Uhr von Philip
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