Archiv für die Kategorie ‘Weizen’

Bier aus der Bügelflasche

Montag, 02. Juni 2008

Flensburger stellt sich gleich mal besonders harten Anforderungen. In der 0,33l Bügelflasche gibt es auch Weizenbier: “Naturtrüb & Frisch”. Gegen die Frische ist nichts einzuwenden, aber richtig naturtrüb ist das Bier irgendwie nicht - zumindest kann man noch relativ gut durchsehen (ein Kristallweizen ist es aber auch nicht). Das Prädikat “nördlichstes Weizen der Republik” verdient es aber auf jeden Fall, denn prikelnd ist es allemal. Auch die Gratwanderung zwischen herb (nordisch) und fruchtig (Weizen) gelingt perfekt. An das Bier könnte ich mich gewöhnen - aber Weizenbier aus der Flasche bleibt ein Tabu!
Dagegen kann man das Flensburger Gold problemlos aus der Flasche trinken. Es ist natürlich ein Pilsner, mit 4,8% hat es für ein “mildes” Bier relativ viel Alkohol, aber mild bezieht sich hier wohl nur auf den Geschmack - der ist ganz und gar nicht typisch nordisch herb. 2005 wurde das Bier mit dem Goldenen Preis der DLG ausgezeichnet, durchaus verständlich. Gut an dem Bier ist auch der Kohlensäuregehalt ;)
Zur Jahreszeit hats zwar nicht gepasst, aber das Flensburger Winterbock musste trotzdem probiert werden. Irgendein Restbestand war noch auffindbar, obwohl es das Bier nur in der Wintersaison gibt - da gehört es auch hin. Mit 7,0% Alkoholgehalt ist es kräftig und auch der Geschmack ist würzig und etwas malzig. Passend für die kalte Jahreszeit - nur will ich dann nicht an der See sein ;)
Ein weiteres Bier aus der Privatbrauerei Karl Hintz kommt auch in der Bügelflasche daher: das Dithmarscher Pilsener. Es ist deutlich milder als das bereits getestete Dithmarscher Urtyp. Im Alkoholgehalt (4,8%) und bei der Stammwürze (11,6%) sind sich die beiden jedoch sehr ähnlich, auch wenn ich den Urtyp als etwas gehaltvoller empfunden habe und vorziehen würde.

Der Weißwurst-Äquator

Donnerstag, 24. April 2008

Wo der Weißwurst-Äquator genau liegt, kann ich nicht sagen, aber eins ist eindeutig: Hessen ist nördlich davon… Wir befanden uns am Dienstag auf dem Paganfest in der Frankfurter Batschkapp. Zum Konzert werde ich noch an anderer Stelle berichten, hier geht es ja um Bier. Wir waren uns ja nicht so wirklich sicher, was uns erwartet, als wir auf der Karte “Hefeweizen” entdeckt haben, aber die zwei Schöfferhofer ließen alle Sorgen verblassen - und das obwohl dieses Bier nördlich des Weißwurst-Äquators gebraut wird. Aber, oh Schreck, was passiert da???
Schließlich standen wir mit zwei 0,5l Cola-Plastikbechern in der Menge und mußten das Bier daraus “genießen”… Nächstes Mal bringe ich eine weitere Begleitung mit ;)

Helles?

Donnerstag, 24. April 2008

Auch bei uns wird der Tag des Bieres natürlich nicht vergessen. So war gestern mal wieder ein Besuch im Ettlinger Vogelbräu angesagt. Dort gibt es im Moment neben dem ganzjährigen Pils auch “Bayrisch Helles”. Meine Bestellung wäre beinahe schief gegangen: Ich habe ein Helles bestellt und bekam zur Antwort “1 Pils”. “Erm, nein, ein Helles” - “Ja, also Pils” - “Wie ihr habt kein Bayrisch Helles mehr?” - “Ja doch, aber Helles ist doch Pils…”
Die gute Dame wird das hier wohl nie lesen und ich sehe es ihr auch nach, aber “Helles” ist zwar stark verwandt mit dem Pils, braukunst-historisch jedoch eindeutig das ältere Bier und somit für mich absolut kein “Pils” ;). Und der hopfig, herbe Geschmack des Pils ist nun eindeutig anders.
Mal abgesehen davon, wenn man in Baden ein Helles bestellt, bekommt man normalerweise ein Weißbier oder (außerhalb Bayerns üblicher) ein helles Hefeweizen. Doch darauf müssen wir im Vogel leider noch bis Ende nächsten Monats warten…

Eine Auswahl bayrischen Bieres

Donnerstag, 03. Januar 2008

Auswahl bayrischen Bieres

Am letzten Samstag des vergangenen Jahres haben wir uns mal wieder zum gemütlichen Playstation-Spielen getroffen. Die nächsten Kapitel von PoP T2T mussten erledigt werden.

Für einen solchen Tag braucht man natürlich auch genügend “Nahrung” . Und da wir beide die Erfüllung hier nicht in Form von Chips oder ähnlichen Knabberreien sehen, kommt bei uns zu solchen Tagen immer anständiges Bier auf den Tisch.

Da es ein paar Tage vorher eine Lieferung bayrischen Bieres gab, war natürlich klar, was verköstigt werden musste:

Gestartet wurde mit dem wohl überall bekannten (zumindest hier in südlichen Gefilden) Weißbier mit feiner Hefe aus der Erdinger Privatbrauerei. Ein leckeres Weißbier mit 5,3% Alkoholgehalt. Dieses Getränk lässt sich anständig und zügig trinken, da nicht zuviel Kohlensäure enthalten ist. Für unseren Geschmack nicht ganz optimal aber sicher immer einen Kasten wert.

Mit dem nächsten Bier bewegten wir uns dann schon in ganz anderen Geschmackserlebnissen. Hierbei handelte es sich um ein Weizen mit Hefe von der Th. Andorfer Weizenbierbrauerei Passau-Ries. Dieses Bier haben wir das erste Mal als Gschenk direkt aus Passau erhalten. Seitdem finden immer wieder Lieferungen in kleineren Mengen an uns statt. Mit seinem hohen Kohlensäureanteil und einer ordentlichen Menge Hefe trifft dieses edle Gebräu voll und ganz unseren Geschmack. Hier muss jedes Glas genossen werden. Es eignet sich somit nicht als einfacher Durstlöscher sondern muss bewusst geschmeckt werden. Hierfür wird natürlich auch das Spielen unterbrochen. Gut gekühlt, war es eine Freude gemeinsam anzustoßen und zu genießen.

Zum Abschluß gab es das beste Weissbier Münchens. Dieser Meinung eines Arbeitskollegen schließe ich mich gerne an. Ich spreche natürlich vom Augustiner Weissbier aus der ältesten Brauerei Münchens. Ein bernsteinfarbenes Bier mit 5,4%. Ein unserer Meinung nach mildes Bier von dem man gerne viel trinkt. Leider ist dieses Bier hier selten zu bekommen und von daher ist und bleibt jedes Glas etwas Besonderes.

Unser Favorit ist seit Jahren das Andorfer Weizen was sich auch an diesem Wochenende wieder bestätigt hat. Ein aus getränketechnischer Sicht wirklich gelungener Tag.