Archiv für Juni 2008

Original Budweiser: Budvar

Freitag, 06. Juni 2008

Erst ein Ösi-Bier, jetzt eins aus Tschechien, wird das ein EM-Biertests? Nein, nicht mit uns!
Wer jetzt meint, das läge daran, daß wir Probleme hätten, z.B. Bier aus Rumänien zu bekommen, der hat weit gefehlt. Statt dessen nervt so langsam die Werbung verschiedenster Unternehmen, die eigentlich rein gar nichts mit der EM oder gar Fußball zu tun haben. Tschechisches Bier trinken wir trotzdem - und zwar Budweiser.
Wer den Namensstreit zwischen Anheuser-Busch und Budějovický Budvar nicht kennt, der ist wohl aus Zufall hier gelandet. Deshalb wollen wir uns gar nicht lange damit aufhalten. Bud schmeckt nämlich wirklich wie Gerstenwasser und Budweiser ist richtiges Bier! Wobei anzumerken ist, daß es trotz allem richtig mild ist. Der feine Hopfengeschmack hat was - darauf ist man bei Budweiser auch besonders stolz. Kohlensäure gibts hier übrigens auch genug ;) Budweiser taugt übrigens gar nicht als EM-Bier: 1. es ist zu teuer um es sinnlos zu versaufen und 2. ist die - zugegebenermaßen hübsche - Banderole nicht vom Flaschenhals zu bekommen und somit nichts für Flaschenkinder.

Bier aus der Bügelflasche

Montag, 02. Juni 2008

Flensburger stellt sich gleich mal besonders harten Anforderungen. In der 0,33l Bügelflasche gibt es auch Weizenbier: “Naturtrüb & Frisch”. Gegen die Frische ist nichts einzuwenden, aber richtig naturtrüb ist das Bier irgendwie nicht - zumindest kann man noch relativ gut durchsehen (ein Kristallweizen ist es aber auch nicht). Das Prädikat “nördlichstes Weizen der Republik” verdient es aber auf jeden Fall, denn prikelnd ist es allemal. Auch die Gratwanderung zwischen herb (nordisch) und fruchtig (Weizen) gelingt perfekt. An das Bier könnte ich mich gewöhnen - aber Weizenbier aus der Flasche bleibt ein Tabu!
Dagegen kann man das Flensburger Gold problemlos aus der Flasche trinken. Es ist natürlich ein Pilsner, mit 4,8% hat es für ein “mildes” Bier relativ viel Alkohol, aber mild bezieht sich hier wohl nur auf den Geschmack - der ist ganz und gar nicht typisch nordisch herb. 2005 wurde das Bier mit dem Goldenen Preis der DLG ausgezeichnet, durchaus verständlich. Gut an dem Bier ist auch der Kohlensäuregehalt ;)
Zur Jahreszeit hats zwar nicht gepasst, aber das Flensburger Winterbock musste trotzdem probiert werden. Irgendein Restbestand war noch auffindbar, obwohl es das Bier nur in der Wintersaison gibt - da gehört es auch hin. Mit 7,0% Alkoholgehalt ist es kräftig und auch der Geschmack ist würzig und etwas malzig. Passend für die kalte Jahreszeit - nur will ich dann nicht an der See sein ;)
Ein weiteres Bier aus der Privatbrauerei Karl Hintz kommt auch in der Bügelflasche daher: das Dithmarscher Pilsener. Es ist deutlich milder als das bereits getestete Dithmarscher Urtyp. Im Alkoholgehalt (4,8%) und bei der Stammwürze (11,6%) sind sich die beiden jedoch sehr ähnlich, auch wenn ich den Urtyp als etwas gehaltvoller empfunden habe und vorziehen würde.