22. Juli 2008
Hier im Blog ist vor einiger Zeit etwas Werbung gelandet, aber immerhin passend zum Thema: der BeerTracker ist ein Flaschenöffner mit Zähler. Bei mir hätte das Werkzeug allerdings keine Chance: ich nutze regelmäßig bis zu 5 verschiedene Flaschenöffner (also richtige, Gabeln, Feuerzeuge, Tischkanten etc. nicht mitgezählt), da wäre das Ergebnis entweder verfälscht oder zu kompliziert zu errechnen. Wie wäre es mit einer Bluetooth-Schnittstelle? 
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06. Juni 2008
Erst ein Ösi-Bier, jetzt eins aus Tschechien, wird das ein EM-Biertests? Nein, nicht mit uns!
Wer jetzt meint, das läge daran, daß wir Probleme hätten, z.B. Bier aus Rumänien zu bekommen, der hat weit gefehlt. Statt dessen nervt so langsam die Werbung verschiedenster Unternehmen, die eigentlich rein gar nichts mit der EM oder gar Fußball zu tun haben. Tschechisches Bier trinken wir trotzdem - und zwar Budweiser.
Wer den Namensstreit zwischen Anheuser-Busch und Budějovický Budvar nicht kennt, der ist wohl aus Zufall hier gelandet. Deshalb wollen wir uns gar nicht lange damit aufhalten. Bud schmeckt nämlich wirklich wie Gerstenwasser und Budweiser ist richtiges Bier! Wobei anzumerken ist, daß es trotz allem richtig mild ist. Der feine Hopfengeschmack hat was - darauf ist man bei Budweiser auch besonders stolz. Kohlensäure gibts hier übrigens auch genug
Budweiser taugt übrigens gar nicht als EM-Bier: 1. es ist zu teuer um es sinnlos zu versaufen und 2. ist die - zugegebenermaßen hübsche - Banderole nicht vom Flaschenhals zu bekommen und somit nichts für Flaschenkinder.
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02. Juni 2008
Flensburger stellt sich gleich mal besonders harten Anforderungen. In der 0,33l Bügelflasche gibt es auch Weizenbier: “Naturtrüb & Frisch”. Gegen die Frische ist nichts einzuwenden, aber richtig naturtrüb ist das Bier irgendwie nicht - zumindest kann man noch relativ gut durchsehen (ein Kristallweizen ist es aber auch nicht). Das Prädikat “nördlichstes Weizen der Republik” verdient es aber auf jeden Fall, denn prikelnd ist es allemal. Auch die Gratwanderung zwischen herb (nordisch) und fruchtig (Weizen) gelingt perfekt. An das Bier könnte ich mich gewöhnen - aber Weizenbier aus der Flasche bleibt ein Tabu!
Dagegen kann man das Flensburger Gold problemlos aus der Flasche trinken. Es ist natürlich ein Pilsner, mit 4,8% hat es für ein “mildes” Bier relativ viel Alkohol, aber mild bezieht sich hier wohl nur auf den Geschmack - der ist ganz und gar nicht typisch nordisch herb. 2005 wurde das Bier mit dem Goldenen Preis der DLG ausgezeichnet, durchaus verständlich. Gut an dem Bier ist auch der Kohlensäuregehalt 
Zur Jahreszeit hats zwar nicht gepasst, aber das Flensburger Winterbock musste trotzdem probiert werden. Irgendein Restbestand war noch auffindbar, obwohl es das Bier nur in der Wintersaison gibt - da gehört es auch hin. Mit 7,0% Alkoholgehalt ist es kräftig und auch der Geschmack ist würzig und etwas malzig. Passend für die kalte Jahreszeit - nur will ich dann nicht an der See sein 
Ein weiteres Bier aus der Privatbrauerei Karl Hintz kommt auch in der Bügelflasche daher: das Dithmarscher Pilsener. Es ist deutlich milder als das bereits getestete Dithmarscher Urtyp. Im Alkoholgehalt (4,8%) und bei der Stammwürze (11,6%) sind sich die beiden jedoch sehr ähnlich, auch wenn ich den Urtyp als etwas gehaltvoller empfunden habe und vorziehen würde.
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31. Mai 2008
Nachdem ich in den letzten Tagen immer über Bier aus Flensburg, von der Nordsee oder aus Niedersachsen geschrieben habe, kommt Kiel selbst endlich auch mal an die Reihe. Da es keine (mir bekannte) Großbrauerei gibt, hat es uns in die Innenstadt an den alten Markt verschlagen. Dort befindet sich die Kielerei Brauerei, eine Hausbrauerei die seit 1988 besteht. Leider haben wir mit Freitag den falschen Tag dort erwischt, denn ab 20Uhr gibt es “Pary-Musik” - wem’s gefällt. Uns war dabei Essen & Bier wichtiger. Die Portionen dort sind nicht gerade günstig, aber sowas von üppig… ich glaube uns hätte eine normale Portion zusammen gereicht. Statt dessen gab es einmal ein Holzfällersteak (wenn man badisches Essen gewöhnt ist, fehlt einem die Soße) und ein Brauerbrett: Brot mit Mett- und Leberwurst, Schmalz, Kassler und viel Zwiebeln.
Neben dem Ausschank von Münchner Löwenbräu gibts dort auch selbstgebraute Biere. Gleich vorweg: daß manches Bier für meinen Geschmack zu wenig Kohlensäure hat, dürfte ja schon bekannt sein… Schön an den meisten Hausbrauerei ist, daß das Bier natürlich unfiltriert belassen wird - so auch hier. Das Kieler Bier hat den Beinahmen “das Unfiltrierte” und schmeckt auch ganz gut. Die Farbe ist leicht dunkelgelb und es hat eine feine Krone. Zur zweiten Wahl wurde mir gesagt, daß es leider entgegen der Karte kein Schwarzbier gäbe sondern “nur” Maibock. Das trinke ich natürlich auch liebend gerne und ich muß sagen: es war um Längen besser als das “normale Bier”. Zwar hat die wenige Kohlensäure das Geschmackserlebnis etwas getrübt, doch hier hat man ein richtig eigentümliches Bockbier erhalten, davon kann man ruhig ein paar mehr trinken. Sehr viel Alkohol hat es aber wohl nicht gehabt - zumindest nicht so, daß ich es gemerkt hätte 
Besonders interessant fand ich übrigens das Zapfen am Tisch, d.h. man konnte sich kleine Bierfässer (4,5l; 10l; 20l; 30l) an den Tisch kommen lassen um dort selbst zu Zapfen. Sicherlich eine lustige Angelegenheit mit ein paar Freunden oder Kollegen. Wie bei den meisten Brauereien gibt es auch in Kiel Führungen - oder man schaut einfach im Keller durch große Fenster einfach mal auf die Gärbottiche.
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30. Mai 2008
Man muß ja nicht gleich den gesamten Regenwald retten wollen oder gar anfangen, Günther Jauch zu mögen. Aber Krombacher kennt wohl jedes Kind - die Werbung ist aus keiner Fußball- oder Formel1-Übertragung wegzudenken, in jedem Cinestar-Kino schwappen einem diese unglaublichen Bilder der unberüherten Natur entgegen - und vor einiger Zeit hat Krombacher ein Weizenbier auf den Markt gebracht, trüb… natürlich eben. Die Flasche mit dem vielen Orange macht erstmal etwas Sorge ob man nicht ein Bier+Limonaden-Getränk erstanden hat, aber leider ist das Bier nicht ganz so spritzig. Es hat zwar einen guten Kohlensäuregehalt - wie es sich für ein Weizen gehört - aber der fruchtige Geschmack hält nicht sehr lange vor. Mit 5,3% Alkohol ist es etwas über dem Durchschnitt, sehr angenehm ist dabei das leichte Prikeln nach dem Trinken. Besonders bemerkenswert find ich übrigens die formschöne 0,5l Longneckflasche. Das Krombacher ist also durchaus ein trinkbares Bier und reiht sich bei seine Artgenossen wie Schöfferhofer oder Hoepfner Weizen ein.
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29. Mai 2008
Hier möchte ich zwei Biere der Privatbrauerei Karl Hintz aus Marne beschreiben. Leider bin ich damit wieder an der Nordsee gelandet (von Kiel aus dürften das so 80-100km Entfernung sein), zu lokalem Bier kommen wir dann morgen.
Also zurück zu dem Dithmarscher Bier. Zur Auswahl stand erstmal das “Achtern Diek Landbier”, ein Pils zu dem ich leider keine weitere Infos auf Webseiten oder ähnliches gefunden habe. Dabei hat mich der Geschmack stark an das Rothaus Tannenzäpfle erinnert - nur etwas “holziger”. Vielleicht sollte man sich auch hier überlegen auf 0,33l Flaschen umzusteigen, das Bier hat echt Potenzial.
Eben als 0,33l Flasche (aber die kleine knubbelige) gibts das “Dithmarscher Urtyp”, ein schön herbes Lagerbier. Der Alkoholgehalt ist mir 4,9% im üblichen Rahmen, begeistert hat mich hierbei der bittere Nachgeschmack. Ein gutes Bier für Zwischendurch am rauhen Nordsee- (oder Ostsee-) Strand!
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29. Mai 2008
Ja, auch wir trinken manchmal “erfrischende” Biermixgetränke. Heute sollte es ein Beck’s Green Lemon sein. Nachdem Hoepfner in Süddeutschland mit einer ähnlichen Mischung als Hoepfner Grape so große Erfolge feiern konnte, wollte ich wissen, wie sich die norddeutschen Konkurrenz so machen. Im Geschmack ist das Becks recht ähnlich, aber etwas schwächer. Mit 2,5% Alkohol und der lemonigen Frische ist es ein typischer Vertreter der Mixgetränke - der Nachgeschmack ist jedoch etwas langwierig, das regt wohl dazu an, gleich noch ein paar zu trinken.
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28. Mai 2008
Vor einigen Tagen hab ich das helle Einbecker Ur-Bock probiert, ein typisches deutsches Bockbier. Es hat einen kräftigen Geschmack und ist in großeren Mengen sicherlich heimtückisch. Der Name “Ur-Bock” scheint übrigens zu stimmen: bereits Luther sagte über das Bier aus Einbeck 1521 folgendes: “Der beste Trank, den einer kennt, wird Einbecker Bier genennt.” Bier gebraut wurde zu dieser Zeit in Einbeck schon seit mindestens 150 Jahren. Anfang des 17. Jahrhunderts ging sogar ein Einbeck’scher Braumeister nach Bayern - dort wurde aus dem “Einpökisch Bier” über “Oanpock” später dann das allerorts bekannte Bockbier. Danke Einbeck!
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28. Mai 2008
…gehört japanisches Bier.
Normalerweise geht es hier ja ausschließlich um Bier, doch heute muß ich auch über das dazugehörige Essen berichten. Vorgestern war ich mit meiner Freundin Sushi essen. Passend zu der japanischen Delikatesse habe ich mir ein japanisches Bier bestellt: Kirin Ichiban. “Ichiban” heißt so viel wie “Nummer 1″ - Kirin Ichiban ist ein Premium Lagerbier. Für den europäischen Markt wird das Bier seit einigen Jahren in Großbritannien produziert. Im Gegensatz zu den meisten anderen asiatischen Bieren ist es aber weder durch zu wenig Kohlensäure noch einen laschen Geschmack aufgefallen.
Noch besser war jedoch das Sushi. Immerhin weiß ich jetzt den Unterschied zwischen Nigiri und Maki - denn diese beiden Arten befanden sich auf meiner Platte. Der absolute Hammer war jedoch Aal. Leider habe ich den Eintrag nicht auf der Online-Speisekarte gefunden, der genau Name wird noch nachgereicht - ein absoluter Leckerbissen!
Update: Der geräucherte Aal heißt “unagi”, leider gibts diese Speise nicht immer, also hoffen 
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27. Mai 2008
So kurz vor der EM darf natürlich ein Test von österreicherischem Bier nicht fehlen. An ein Original Stiegl bin ich übrigens durch einen Freund gekommen, der dort freiwillig im Kurz-Exil lebt. Die Grund war recht einfach: wann trinkt man denn in Deutschland noch (gutes) Dosenbier? Normalerweise gar nicht (Dosen sind auch ekelhaft :D)!
Hier haben wir aber eine Ausnahme gemacht. Die Ursprünge der Stiegl-Brauerei gehen bis ins Jahr 1492 (womöglich hatte Kolumbus ja eins dabei, Leif Eriksson hatte mit seinem Met aber sicherlich den geschmacklicheren Erfolg, erm zurück zum Bier… ;)) und heute ist man noch stolz darauf, weiterhin Privatbrauerei zu sein - die größte in ganz Österreich. Ganz oben auf dem Treppchen wird Österreichen bzw. deren Bier jedoch nicht stehen. Es ist mit seiner relativ hellen Farbe zwar relativ geschmackvoll - auch aus der Dose - bietet jedoch leider nichts wirklich besonderes… Das leicht hopfige Bier aus der Salzburger Privaterbrauerei ist also ein Allerweltspils.
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